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Kulturzeitung des Silberwaldes

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Schwazer Silberwald


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Ballog und das Neue Zeitalter





















            

 

Chronik des Schwazer Silberwaldes 20
04
:::: Mai 2004   Einige neue Vorhaben, neue Kunst

Das Bundesheer und Führung von Hptm. Martin Kaiser legt den großen Mondweiher mit einem Wasservolumen von ca. 90.000 lt. an. Die Arbeiten zeigen sich wie ein Bild einer Großbaustelle. LKW, Bagger und Maschinen dominieren die Umgebung.
Nach Fertigstellung und Füllung des Mondweihers findet im Rahmen des Schwazer Silbersommers die Einweihung des Mondweihers und diverser Kunstwerke durch BGM Dr. Hans Lintner und allseitigen Lobreden der Politiker statt.
Für die Familie Werner und Karin Schönsleben wird eine Atlas-Zeder Cedrus atlantika gesetzt. Sie steht links oberhalb der Arena im Hang des späteren Araukarien-Hains auf einem frisch angelegten kleinen Plateau.
Das Naturkunstwerk "DER CHAOTARCH" (der Chaotarch ist der Meister des Chaos) war schon vor der Eröffnung fertig. Bis zu seiner Aufstellung ging der Ausbau und die Pflege des Silberwaldes zügig und problemlos vor sich. Mit dem CHAOTARCH zieht nun im unvorstellbaren Masse das Chaos im Silberwald ein. Laufend gehen irgendwelche Sachen schief und zuletzt wurde der Mondweiher durch die Perforierung der Bentonitschicht bei der Füllung undicht. Die Bentonitschicht ist nicht mehr abzudichten. Notwendig ist nun eine sehr teure Teichfolie. Bis jetzt sind Werte für den Bau des Weihers in der Höhe von ca. Euro 18. - 20.000 investiert. Die Teichfolie mit Zusatzbauten werden zusätzlich Euro 5.000 kosten.
Eigentlich müsste der CHAOTARCH schnellstens aus dem Silberwald entfernt werden, aber was soll ich tun, wenn ich weder an einen Gott noch an so etwas, wie einen Chaotarchen glaube. Ich bin überzeugt, dass der Silberwald und ich mit ihm jetzt schon so stark sind, dass wir ein gehöriges Chaos schon vertragen und was wäre eine Welt ohne Chaos.
:::: April/Mai 2004   Arbeiten und Arbeiten

Viele Unebenheiten, Gräben und Löcher werden mit ca. 24 m3 Humus eingeebnet und mit Grassamen eingesät. Ein nicht enden wollende Arbeit.
Folgende Kunstwerke sind errichtet:
- "Der Chaotarch" von Veronika Hütter und Brabbas-Yuha-Eley
- die doppelt wirkende kosmische Energiepyramide von Brabbas-Yuha-Eley
- das sich bewegende Hexagramm von Herb Dalik
- "Hugo", der Urschwazer (gestohlen) von Brabbas-Yuha-Eley
- "Hominis superioris Anbetung des Todes" von Brabbas-Yuha-Eley
- "To me on" zwei Geisterfallen
- "Die Säule Gottes"
:::: März 2004 ● Arbeiten in Eis und Schnee

Der erste mit Fichtenästen geflochtene Zaun, zur Abschirmung des Geräteabstellplatzes gegenüber der Forststraße, wird errichtet. Er sieht ganz gut aus. Aber der Boden ist immer noch gefroren und Schnee liegt überall. Löcher müssen in den vereisten Boden geschlagen werden. Es ist so viel Kraft vorhanden, dass Arbeitshorizonte weit entrückt scheinen.
:::: Jänner 2004  Der Silberwald, ein Schwarzbau

Schon einige Wochen steht die Winterfotoausstellung in der Bezirkshauptmannschaft Schwaz. Es dauerte einige Zeit, bis den Verantwortlichen bewusst war, dass in der BH ein Projekt ausgestellt war, das Genehmigungen gerade dieser Behörde benötigte. Gemeint iast damit der Silberwald. Der Bezirkshautmann spricht von so etwas wie einen Schwarzbau.

Sehr schnell beginne ich Gespräche mit den zuständigen Abteilungen (Naturschutz, Forst und Jagd), zu führen. Schnellstens muss der Silberwald samt seinen Kunstwerken, Bauten und Gewässern genehmigt und ein ausreichend großes Areal reserviert werden. Nicht scheint in Österreich mehr geregelt zu sein, als der Wald. Eine große Hilfe ist hierbei Regrat. Nikolaus Rangger und Mag. Christian Leier.

Den ganzen Winter über führte ich Gespräche mit der BH, der Stadtgemeinde und den Österr. Bundesforste AG. Die Anfertigung von einigen Kilogramm Pläne und Ansuchen bestimmten den Alltag des Winters. Besonders schnell half und entschied bzg. Genehmigungen BGM Dr. Hans Lintner, DI Otto Gasser und Ing. Michael Tendl, sowie letztlich Regrat. Nikolaus Rangger. Alle arbeiteten effizient und optimal zusammen, so dass mit kommenden Frühling die große Ortsverhandlung der BH-Schwaz problemlos über die Bühne gehen kann. Endlich sind alle bereits bestehenden und in absehbarer Zeit geplante Bauten und Kunstwerke (Mondweiher, Bauhütte etc.) verhandelt und genehmigt. Auch der Mondweiher vom Stadtrad der Gemeinde Schwaz.
Chronik des Schwazer Silberwaldes 2003
:::: Okt/Nov/Dez. 2003  Bäume sichern und ein sonderbarer Marathon

Die Arbeiten für die Wintersicherung der Bäume erfolgen sorgfältig. Zusätzlich werden an den Primärtrieben der Bäume Schafwollbüschel gegen Wildverbiss angebracht.

Der 3. Silberwaldmarathon fand am 7. November bei wunderschönem Wetter statt. Der Halbmarathon führt über Rotholz und der Marathon über Fügen. Es gab 45 Teilnehmer, die  mit der Betreuung und der Organisation sehr zufrieden wa<ren.
:::: Oktober 2003  Die Vier Steine der Weisheit, eine ethische Naturinstallation

Sie werden von der Firma LANG Bau aus Vomperbach. versetzt. Die Granitsteine sponsert die Firma Ernst Derfeser aus Vomp. Besonderen Dank gebührt Herrn Baurat h.c. DI Othmar Kronthaler und Herrn Ernst Derfeser. Die Steine sind anlässlich eines Treffens der Innung der der Tiroler Bauunternehmer versetzt worden.

Die seit Monaten erfolgreich stattfindende PR-Arbeit trägt Früchte. Schon jetzt zeigt sich, dass der Silberwald bezüglich Besucherfrequenz hinter Schloss Tratzberg und dem Schaubergwerk Schwaz die dritte Stelle einnimmt - natürlich mit gehörigen Abstand. Dieser Erfolg ist keine Kunst, denn alle anderen öffentlichen Sehenswürdigkeiten erheben Eintritte.
:::: September 2003  OECONOMIA - das Turmbaumhaus

Für das Arte Silberwald Kunstwerk OECONOMIA, das Turmbaumhaus der Tiroler Wirtschaft, werden 17 Rotbuchen auf einer Kreislinie mit 8 Meter Durchmesser vom Obmann des Schwazer Wirtschaftsbundes Othmar Lechner (Bestattungsinstitut) gepflanzt.
:::: August 2003 ● Der Millienium Weltenbaum und die Knappenlinde, dazu noch ein Unwetter

Der Millennium Weltenbaum übersiedelt von meinem Schildkrötenpark im Garten der Familie Förg in den Silberwald. Er finden seinen Platz in einem mit Steinen ausgelegten Auge. Bald wäre der Weltenbaum eingegangen, denn unbemerkt stand sein Wurzelwerk die meiste Zeit im Wasser.

Ein kräftiges nächtliches Unwetter ließ die sonst trockenen Bachgräben mit Geröll füllen. Der gesamte Vorplatz zum Silberwald war überschwemmt. In einer nächtlichen Aktion musste der Marterer-Bauer mit seinem Traktor Entwässerungsgräben ziehen. Das war eine Warnung!

Die "Knappenlinde", eine Winterlinde - Tilia cordata, spendet und pflanzt die Combitec-Klasse 1c der Schwazer Hauptschule 1.
:::: Juli 2003 ● Araukarien, Silberwaldvenus und Vorplatzverbreiterung

Von der bereits angeführten Gärtnerei lasse ich 10 Chilenische Araukarien Araucaria araucana (Höhe ca. 10 cm) aus Südamerika importieren. Mit viel Aufmerksamkeit pflege ich sie, denn sie sollen den Grundstock für den Araukarienwald im Hang links oberhalb der Arena bilden.

Bernhard Hell (Bernhard Anonymus) bringt die Silberwaldvenus, ein verwachsenes Fichtenstamm-Teilstück, hoch vom Bergjoch in den Silberwald herunter. Sie findet ihren Platz rechtsseitig am Eingang zum Silberwald.

Die Firma STRABAG, vertreten und gefördert durch Ing. Pomarolli, lässt ca. 20 LKW-Lieferungen Schüttmaterial zum Silberwald hinauf fahren, damit der Vorplatz zum Silberwald wesentlich erweitert werden kann.
:::: Juni 2003 ● Im Gedenken an Bernhard - erfrone Mammutbäume

Bernhard’s Wacholderbäume"  
Juniperus communis, vier Bäume im Kreuzgrundriss werden im Beisein von Bernhards Freunde von der Psycho-Hygiene Schwaz gepflanzt. Bernhard begann seinen Freitod und seine Freunde baten mich für ihn ein Erinnerungsgedenken zu setzen. Im Zentrum der Bäume findet sich ein besonders geformter Stein, unter dem eingegraben in einem dichten Behälter Gedichte und Fotos von ihm und über ihn für die Zukunft aufbewahrt sind.

Die zum Teil in der Gärtnerei LEO im Winter erfrorenen Riesen-Mammutbaumsetzlinge Sequoiadendron giganteum werden in größere Töpfe neu gepflanzt und so gut es geht saniert. Gerettet werden nur 16 Exemplare.
:::: Mai 2003 ● Familienstammbäume - offizielle Eröffnung des Silberwaldes

Die Familienstammbäume von Othmar und Anita Lechner, eine Libanon-Zeder Cedrus libani (Höhe ca. 2 Meter) und von Josef und Maria Reitter, eine Himalaia-Zeder, Cedrus deodora (Höhe ca. 2,5 Meter), sind gepflanzt.

Die offizielle Eröffnung des Silberwaldes ist ein voller Erfolg. Bei Harfenklängen, mittelalterlicher Musik und schönem Wetter besuchen den Silberwald ca. 150 Leute.

:::: April 2003 ● Kunstwerke für die kommende Eröffnung

Für den Mai ist die offizielle Eröffnung des Silberwaldes im Rahmen des Schwazer Silbersommers geplant. Hierfür werden einige Kunstwerke angefertigt bzw. errichtet.

© In der Schlosserei der Stadtwerke Schwaz fertige ich die Klangkörper zu den "Sphärenklänge des Pythagoras" an. Die Firma Tyrolit baut für Versuchsarbeiten der Windharfen (Aeolsharfen) eine Windanlage. Anzeigetext: "Der Wind macht mit Windspielen ein Konzert der Natur - Es gilt der Versuch Pythagoras Sphärenklänge seiner kosmischen Ordnung nachempfinden zu lassen."

© "Der Dichtertisch", eine umgekehrt in den Boden versenkte große Fichten-Baumwurzel, liefern die Österreichischen Bundesforste und Ernst Rainer. Ich betoniere sie mit Ernst in einem Fundament ein. Die Wurzel ist der Werktisch für Poeten und Lyriker.

© Mit Veronika Hütter felege ich UR, die Weltenschlange aus der Silberwaldgenesis. Sie gebar sich heraus die Welt und den Menschen. (Kultur-native Art)

© Mit Hubert Mayr flechte ich die Weidenruten-Weltenkugel zu "Der Tod des Prometheus".

©
Die Druideneiche, eine Traubeneiche - Querus petera mit einer Höhe von ca. 1 Meter, sponsern die Österreichischen Bundesforste. Dese Eiche unter dem Eibschrofen steht als Baum der Verbundenheit zwischen der Stadtgemeinde Schwaz und der Österreichischen Bundesforste. Die beiden Paten sind Bgm. Dr. Hans Lintner und für die ÖBf DI Otto Gasser.

© Linksseitig am Eingang zum Silberwald zeigt sich die Anlage neu, indem die Lebenstrinität "Baum-Wasser -Mensch" in einer Moosanlage angelegt ist. Rechtsseitig verschönert sich die Anlage ebenfalls.

:::: März 2003 ● Die große Infotafel

Schon als noch der letzte Schnee lag, beginnen die Arbeiten im Silberwald. Zuvor noch fertigte ich die große Infotafel in der Zimmerei des Städtischen Bauhofs an.
Chronik des Schwazer Silberwaldes 2002
:::: Dez - März 2002/03 ● Erster Winter im Silberwald

Der Winter im Silberwald nötigt alles Arbeiten im Wald zu Ruhe. Zuhause wird über viele Wochen hinweg eine Homepage bzw. ein Websites für Loorien alpha - dem Schwazer Silberwald programmiert. Bis auf ca. drei Wochen mit viel Schnee herrschte sonst Schneearmut. Die Temperaturen waren für die exotischen Bäume erträglich.
:::: 03. Nov 2002 ● Erster Silberwaldmarathon

Der Erste Silbermarathon findet bei schönem Wetter statt. Sieben Männer und ein Hund nehmen teil. Es war ein Halbmarathon und für uns ein aufregendes Erlebnis.
:::: 25. Okt 2002 ● Vandalenakte nach Hundeleinenverordnung

Seit vielen Jahrzehnten besuchen Hundehalter mit ihren nicht angeleinten Hunden den Pflanzgarten und ihnen ist nur schwer zu vermitteln, dass ihre Hunde eine Gefahr für Jungbäume und andere Pflanzungen darstellen. Nur durch langwierige und offene Diskussionen, sowie durch eine überzeugendes Arbeiten im Wald können allmählich nahezu alle Hundehalter von der Notwendigkeit der Anleinung überzeugt werden.

Einen Tag nach der Gemeinderatsitzung zur Hundeleinenverordnung schnitten Vandalen zwei Ginkgos in halber Höhe komplett ab und zwei Urweltmammutbäume (die Wächter zum Eingang) reißen sie aus dem Boden, wovon einer nicht mehr zu finden ist. Über Zeitungsartikel wecke ich die Emotionen in der Bevölkerung. Viele raten mir, den Vandalenakt stillschweigend hin zu nehmen. Aber schon immer war ich der Meinung, "Tat und Täter" müssen beim Namen genannt werden. Zukünftige Gegner des Silberwaldes sollen immer wissen, welche Folgen eine aktive Gegnerschaft für sie haben kann. In unserem Land gibt es zu viele Leute, die sich noch bedanken, wenn sie eine Schlag auf dem Kopf bekommen. Aber schon hier zeigte sich zum Ersten Mal die Wankelmütigkeit der Politiker. Etliche haben die Leinenverordnung schon bedauert in Angst um ihre Wählerstimmen.
:::: 20. Okt 2002 ● Hundeleinenverordnung

Citymanager Fankauser Martin und andere Freunde des Silberwaldes setzen im Gemeinderat eine Leinenverordnung für den Bereich des gesamten Pflanzgarten durch, damit auch für den Silberwald. Der Gemeinderatsbeschluss ist einstimmig bis auf die Stimme des SPÖ-Führers Helmut Werth. Diese Leinenverordnung ist notwendig, denn Hundehalter lassen ihre Hunde an den sehr teuren Jungbäumen urinieren, so dass einige dieser Bäume bereits abstarben.
:::: 18. Okt 2002 ● Exotische Bäume in Silberwald

Einige Besucher kritisierten immer wieder, dass hier im Wald exotische Bäume gepflanzt werden. Zu denen sage ich: "Liebe Frau oder lieber Mann sieh in die Runde und was siehst du? Fichten und immer wieder Fichten, Kiefern und einige Buchen und Lärchen. Sollen wir solche Baumarten nochmals pflanzen? Dann ist es besser, wir lassen es so, wie es ist. Aber hier entsteht ein botanischer Garten (ein Hain der tausendjährigen Baumarten), in solchen Gärten werden eben auch Exoten gepflanzt." Faszinierend wie einige Leute, die seit vielen Jahren den Pflanzgarten besuchen, mit geänderten Gegebenheiten nicht zurecht kommen. Nicht wenige weinen dem alten Pflanzgarten vor dem Felssturz des Eibelschrofens nach. Die Jugend und Besucher von außerhalb haben mit dem neuen Bild es Pflanzgartens (Silberwald) kein Problem und das Empfinden der Alten reguliert die Zeit der Vergänglichkeit.
:::: 10. Okt 2002 ● Anstrengende Rodungs- und Grabarbeiten

Die Rodungsarbeiten um den erweiterten Bereich der Arena herum sind sehr mühsam. Im vorderen Bereich ziehe ich endlos lange Entwässerungsgräben mit eingegrabenen Rohren durch das Gelände. In Schleifen führe ich sie um die vorderen Ginkgos herum, sammle sie in einen kleinen angelegten Teich am unmittelbaren Eingang zur Arena. Dieser Teich ist deshalb dicht, weil auf dem gesamten Platz der Arena beim Bau des kleinen Damms die 40-Tonnen-LKWs hier ihren Wendeplatz hatten und dabei den Boden so verdichteten, dass er steinhart und nun eben dicht ist. Das ist ein besonderes Problem für die Ginkgos, denn das Ausheben der Baumgrube mit Pickel und Schaufel ist Schwerstarbeit. Es die harte und verdichtete Schicht ist zu durchbrechen, damit die Baumwurzeln in weicherem Bodengrund eindringen können. Das gelingt nicht überall. In wenigen Jahren muss wahrscheinlich bei jedem Baum ein erweiterter Ring wieder mühsam ausgehoben und mit Humus gefüllt werden.
:::: 05. Okt 2002 ● Ein kleiner Damm

Der kleine Damm im Bachlauf an der Geländekante ist mit Hilfe der Wildbachverbauung Schwaz errichtet . Hier soll später einmal ein Minibiotop entstehen. Der Damm ist notwendig, denn ca. alle 7 Jahre fließt nach Unwettern ein Wildbach durch den Silberwald. Zeitlich dazwischen ist er nicht wahrnehmbar.
:::: 03. Okt 2002 ● Baumsetzung, Wintersicherung, Kunstwerke BAUBO und Arbeit sind versetzt

Kinder des Eltern-Kind-Zentrums pflanzen unter Leitung der Lehrerin Frau Kostner und mir zwei Ginkgos. Es sind die Ginkobäume 5 und 6.
"BAUBO", die Mondfrau, ein Werk von Rosemarie Sternagl 2001 und "ARBEIT", aus Osttiroler Serpentin von Annelise Larcher-Mathá, 1998, versetzten der Bauhof der Stadt Schwaz.
Die Wintersicherung der Bäume mit Hasengitter und Rindenmulch ist wahrscheinlich weit übertrieben. Die Äste binde ich nach oben aneinander liegend an den Stamm. Mein Familienstammbaum, die vor einem Monat gesetzte Chilenische Araukarie, packe ich besonders dick mit Rindenmulch, zwei Lagen Schilfmatten und einem Frostschutzfließ als Winterschutz ein.
:::: 02. Okt 2002  Keine Exoten

Immer wieder kehrende Diskussionen mit Besuchern, die einerseits den Silberwald ablehnen, anderseits hier keine exotischen Bäume wollen. Aber wie so oft, im Kopf andersdenken ist nicht leicht, wenn Eingefahrenes dominiert.
:::: 25. Sep 2002 ● Ginkgos zum 10-jährigen Bestehen der Schwazer Klangspuren

Rechts des Eingangs zur Arena werden zwei von neun Ginkgos in Anwesenheit von Maria Luise Mayr und Freunden der Klangspuren ginkgo biloba für die Schwazer Klangspuren 2002 gepflanzt. Das diesjährige Thema der Klangspuren ist Japan und für die japanische Komponisten, Musiker und Schmuckdesigner sind bald 9 Ginkgos um die Arena herum gepflanzt.

Gesetzt sind die Ginkgo 
Gingo biloba für: Maria Luise Mayr, Toshio Hosokawa, Misato Mochizuki, Hiroyuki Ito, Toshiya Watanabe, Frumie Shikichi, Keiko Harada, Akemi Kobayashi, Kazuhiko Suzuki.
:::: 20. Sep 2002 ● Aufzucht und Positionierung der Ginkgos um die Arena herum

Im ehemaligen Krämergarten in Schwaz wuchs ein alter Ginkgo heran, den Leute wegen Brennholzbedarf gefällt hatten. Bald nach dem Fällen wuchsen aus dem Baumstumpf hunderte neue Trebe hervor. Schon vor Jahren begann ich diese Triebe abzuschneiden und nach einer alten chinesischen Methode gelang es mir, etliche Setzlinge zum Treiben zu bringen. Letztlich wuchsen 7 stabile Jungbäume heran, die nun alle vom Schwazer Urginkgo abstammen und um die Arena herum gepflanzt sind. Nächstes Jahr werde ich noch zwei Ginkgos kaufen und hinzu setzten, damit hoffentlich zumindest auch ein anderes Baumgeschlecht heran wächst.

Die bis zu 20 Meter hoch werdenden Ginkgos sind besonders eng zusammen gesetzt, denn ihre Stämme sollen eine lebendige Säulenreihe wie in antiken Gärten um die Arena herum bilden. Die Absicht ist, mit ihren Kronen den Platz der Arena komplett zuzudecken. In der Mitte der Arena muß dann immer eine kreisrunde Fläche offen bleiben, durch die wie durch eine Absis eines Doms die Lichtstrahlen der Sonne in die Düsterheit des Platzes herunter fallen.
:::: 15. Sep 2002 ● Familienstammbäume und die Wächter

Die Eiben Taxus baccata der Familien Lindner-Moll-Schneider, der Steinmetzfamilie  Franz und Christine Holzer, sowie der Familie Hans und Martina Wolf sind gesetzt.

Zwei Urweltmammutbäume Metasequoia glyptostrobiedes als Familienstammbäume und Wächter zum Silberwaldeingang wachsen ab nun für die Försterfamilien Michael und Malgorzata Tendl (Österr. Bundesforste AG) sowie Rudolf und Lina Groser (Bezirksforstbehörde der BH-Schwaz).

Ebenfalls gesetzt ist unser Familiestammbaum, Armin und Angela Wechselberger, eine Chilenische Araukarie Araucaria araucana mit einer Höhe von ca. 50 cm. Die Araukarie ist zum Zeitpunkt seiner Pflanzung vier Jahre alt. Ich habe von einer beim Baumax in Fiecht seit Jahren stehende große Araukarie einen Trieb abgeschnitten (verbotenerweise und mit hohem Herzschlag) und zum Wurzeln und Wachsen gebracht. Der Baum ist mir so wertvoll, dass ich in seiner Baumgrube zuerst einen großen Stein versenkte, um ihn herum eine Kette wickelte und diese mit einem Schloss am Stamm des Baumes verschloss. Ich habe große Angst, dass den frisch gesetzten Bäume jemand stehlen könnte, indem er ihn einfach aus dem Humus herauszieht.

Eine Arakarie ließ ich direkt aus Chile kommen. Ein mir bekannter Professor und seine Studenten der Universidad de Chile Botanisches Institut haben eine solche für mich von ca. 3000 Meter in den Anden herunter geholt und illegal nach Europa verschifft. Letztlich kam sie im Silberwald gut an und wurde versetzt.
:::: 10. Sep 2002  Mammutbaum Setzung

Über eine Großgärtnerei im Osten Österreichs lasse ich Riesen-Mammutbaumsetzlinge 
Sequoiadendron giganteum (ca. 20 cm) für den Silberwald direkt aus Chile (von der Gärtnerei LEO Schwaz gesponsert) importieren. Den Winter werden die Setzlinge in der Gärtnerei LEO überwintern. Diese Mammutbäume sind gedacht als zukünftiger Mammutbaumgürtel zur Anschirmung des Silberwaldes gegenüber dem Inntal und dem Wind aus dem Unterland.
Da wußte ich noch nicht, dass Silberwaldgeher diese Bäume regelrecht hassten. Bis auf drei wurden alle ausgerissen und zerstört.
:::: Aug 2002 ● Entwässerungsarbeiten

Den ganzen August ziehe ich metertiefe und scheinbar endlos lange Entwässerungsgräben, fülle Unebenheiten mit Schüttmaterial aus, baue Geländekanten und hacke viele Quadratmeter Brenneselwurzeln heraus.
:::: Mai/Juni/Juli 2002 ● Knochenarbeit

Der Platz um die Arena herum bildete ein einziges Dickicht aus hohem Wildgras und Staudenwerk. Zugleich ist der Boden wegen enormer Arbeiten der Wühlmäuse sehr uneben und perforiert.
In mühevoller Handarbeit mit Sense, Rechen, Hacke etc. ringe ich Meter für Meter diesem Gelände halbwegs brauchbaren Boden ab. Ich muss das körperliche Arbeiten wieder lernen. Mir gelingt es nur in Intervallen von wenigen Minuten zu arbeiten. Aber als alter Leichtathlet werde ich immer stärker und härter. Letztlich bin ich nicht mehr müde zu bekommen.
Vorbeikommende Pflanzgartenbesucher nehmen mit Befremden mein Arbeiten wahr. Sie halten mich wohl für verrückt. Einige sind verbal aggressiv, denn sie scheinen mit der allmählichen Veränderung dieses Pflanzgartens nicht einverstanden zu sein. Sie sind die, die seit Jahrzehnten den Pflanzgarten besuchen. Zu hören gibt es teils sehr deftige Aussagen, aber auch freundliche und mitleidige.
Woche um Woche, Monat um Monat ist nun ein Arbeiten vom Morgen bis zur Abenddämmerung notwendig. Feiertage und Sonntage zeigen sich als wunderbare Arbeitstage. Ich komme mir furchtbar dumm vor, wenn all diese Besucher mir beim Arbeiten zu sehen. Viele scheinen einfach Mitleid mit mir zu haben und betrachten mich wie ein exotisches Wesen.
2002 - Die Ersten konkreten Schritte

:::: April 2002 ● Die Tausendjährigen

Die erste Idee Tausendjährige in Schwaz zu setzen kommt von Jup Rathgeber.
Er sagt: "Armin, pflanze an möglichst vielen Grünflächen in unserer Stadt Ginkgos."

Anlässlich eines Essens, eingeladen von den Schwazer Klangspuren, in Mayrhofen sagt Bürgermeister Hans Lindner zu mir: "Pflanze deine Tausendjährigen bei uns im Pflanzgarten unter den Schützdämmen des Eiblschrofen. Gesagt - getan, Schon im Mai beginne ich mit den ersten Rodungs- und Mäharbeiten. Es ist besonders mühsam, denn das Gelände zeigt sich extrem verwildert. Es dauert aber nicht lange und das Areal ist von mir okkupiert.
:::: Feber 2002 ● Das Stallental - ein weiterer Versuch

In diesem Monat war es nun so weit, die erste wirklich große Chance Loorien zu verwirklichen. Hochwürdigster Herr Abt Anselm der Zeller Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht konnte mit Hilfe des Stifts- und Klosterförsters Forstingenieur Hubert Wildauer, mit Gemeinderat Robert Schwarz und durch mich für die Idee Loorien alpha gewonnen werden. Die Benediktinerabtei besitzt für den Bezirk Schwaz betrachtet große Grundflächen, darunter das Stallental, ein Hochalmtal in 1200 Meter Meereshöhe als die südliche Pforte in das Naturschutzgebiet Karwendel. Am Beginn dieses Tales erstreckt sich ein wunderbarer Platz, gut verborgen in losen Baumgruppen und von Felswänden umgeben. An diesem Platz soll der erste Hain der Tausendjährigen (tausendjährige Baumarten), Loorien alpha - der Benediktwald angelegt werden. Zuvor bin ich vom Abt beauftragt, eine theologische Präambel zu schreiben, etliche andere Probleme juristischer, behördlicher, naturschutzrechtlicher, praktischer und anderer Art zu klären und zu lösen.

   Leider ist dieses Vorhaben sozusagen "fünf Minuten vor Zwölf" gescheitert. Im Konvent des Klosters findet sich unerwartet keine Mehrheit für das Vorhaben. Letztlich geben theologische und wirtschaftliche Bedenken den Ausschlag. Die Bedenken sind, dass dann Leute Bäume anbeten würden und nicht Gott. Auch legt der örtliche Jagdpächter seinen Einspruch ein. Natürlich ist verständlich, dass das Kloster das berücksichtigen muss. Das sollte aber nicht entmutigen, es woanders weiterhin zu versuchen.
:::: Jänner 2002  Erste Versuche für einen Hain der "Tausendjährigen"

Schon in den 60-ger Jahren, als die Hippiekultur in der USA erstarkte und sich verfestigte, versuchten einige junge Leute den Zwängen städtischen Kultur zu entfliehen und glaubten anarchische Gesellschaftsmodelle in entlegenen Orten der Natur, meist auf dem Land und doch nicht allzu weit der Stadt entfernt, in die Lebenspraxis umzusetzen. Damals zogen einige von ihnen in die Redwood-Wälder an den Küsten Kaliforniens nördlich der großen Städte Los Angeles und San Franzisko, wo die höchsten Bäume der Welt, die Küstenmammuts (Sequoia sempervirens) wachsen. Dort in Hainen entstand eine noch nie dagewesene Baumhauskultur, nämlich junge Leute bauten Baumhäuser in den Mammutbäumen und führten dort ein Leben in luftiger Höhe.

In Europa blieb das keineswegs unbemerkt und einige wenige Jugendliche, auch ich, - damals zwischen 17 und 20 Jahren - waren davon natürlich begeistert, aber in Tirol gab es keine Mammuts, nicht einmal wirklich große Bäume. Trotzdem gingen wir in die Wälder, um eine andere Art von Baumkultur zu probieren. Meist wurden wir von Jägern oder vom Förster ziemlich rasch aus dem Wald hinaus gebeten. In dieser Zeit liegt die Wurzel zur Idee Loorien.

Über die Jahre herauf bis Ende der 90-er Jahre, während vieler, tausende Kilometer langen Wanderungen an der Mittelmeerküste (von Rom bis an die algerische Grenze - 3300 KM) sah ich gewaltige Bäume und Seele bewegende Haine. Mit dem Jahrtausendwechsel und der Initiierung des KunstKulturProjekts Millennium Weltenbaum wuchs geradezu ein Verlangen, mit Freunden selbst einen Hain von uraltwerdenden Bäume anzulegen. Die Idee Loorien wurde allmählich sehr konkret.

Einige Male sah es so aus, als könnte dieses Projekt gelingen, aber einerseits ist der Boden in Tirol sehr teuer, andererseits war es meist so, dass Grundeigentümer zuerst sehr schnell von der Idee Loorien begeistert waren, aber dann in der Konkretisierung des Projekts ihnen der Boden doch für anderes wertvoller schien. Vielleicht war es auch so, dass ihnen die Idee dieses Projekts oder gar der Ideenspender selbst letztlich nicht mehr geheuer war. Wie meist gehört zu Neuem, zu Besonderem Mut und zum Außergewöhnlichen etwas mehr als nur das im Kopf Arbeitende.
   

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